Studie Hybrid IT 2021

Unser Partner USU hat in Kooperation mit IDG Research eine Studie mit dem Titel „Hybrid IT 2021“ veröffentlicht. 361 oberste (IT-)Verantwortliche von Unternehmen in der D-A-CH-Region haben darin den aktuellen Stand hybrider IT-Betriebsmodelle für ihr Unternehmen dargestellt. Wir wollen hier ein paar Kernaussagen der Studie aufgreifen und kommentieren. 

Die komplette Studie erhalten Sie hier.

„Die Cloud ist gesetzt“

Lediglich 27,4 % der befragten Unternehmen gaben an, dass Cloud Services nur in geringem Maße bis überhaupt nicht nutzen. Knapp die Hälfte (49,2 %) gab hingegen an, Cloud Services in starkem oder sehr starkem Maße zu nutzen. Diese Entwicklung ist schon seit einigen Jahren prognostiziert und war insofern absehbar.

„Digitalisierung ist unumkehrbar“

81,1 % der Studienteilnehmer gaben an, in ihrem Unternehmen über eine Digitalisierungsstrategie oder eine Digitalisierungs-Roadmap zu verfügen; 32 % aller Teilnehmer sogar in ausgeprägtem Maße. Treiber der Digitalisierung ist dabei überwiegend die IT. Lediglich 12,2 % der Unternehmen gaben an, Digitalisierung werde hauptsächlich aus den Fachbereichen forciert. Bei immerhin 15,8 % der Teilnehmer ist Digitalisierung eine Initiative der Geschäftsführung bzw. des Vorstandes. Bei allen anderen Befragten lassen sich  Digitalisierungsinitiativen auf eine IT-Funktion (IT-Leiter, CIO, IT-Abteilung) zurückführen.

Ziele der Nutzung von Cloud-Services

Spitzenreiter bei den Zielen, die Unternehmen mit Cloud-Services verfolgen, sind mit jeweils 29,4 % der Nennungen geringere Kosten und flexiblere Kosten. Ein Höheres Sicherheits-Niveau verfolgen 25 % der Studienteilnehmer (Platz 4). Auf Platz 6 der Nennungen liegt mit immerhin noch 22,5 % ein höheres Datenschutz-Niveau. 

Die meisten Cloud Service Plattformen – und dabei handelt es sich bekanntermaßen überwiegend um US-amerikanische Player – bieten eine Vielzahl komfortabel konfigurierbarer Basis Services an, mit denen sich die in die Cloud verlagerten IT-Services nachhaltig und wohl im Einklang mit den meisten ISMSen absichern lassen. Schwieriger wird es da schon mit dem Datenschutz. Zwar gaben über 92 % der Teilnehmer an, dass ihnen der Verbleib ihrer Daten in Europa eher wichtig bis sehr wichtig sei. Angesichts des sog. Schrems-II-Urteils müsste die Wahl eines Cloud Service Providers konsequenterweise jedoch auch auf einen europäischen Anbieter fallen, der keinen US-Gesetzen unterliegt. 

Auf diese Weise werden – rein faktisch! – Informationssicherheit und Datenschutz zu konkurrierenden Zielen, solange Europa den großen US-Playern nichts Vergleichbares entgegenzusetzen vermag.

Hürden: Informationssicherheit, Datenschutz und Compliance

27,7 % der Studienteilnehmer (Platz 3 der Nennungen) gaben an, IT-Sicherheitsbedenken bei der Implementierung digitaler Geschäftsmodelle zu haben. Immerhin noch 18% (lediglich Platz 8 der Nennungen) sehen Datenschutz und Compliance als Hürden. 
Dies überrascht insoweit, als dass es vor dem Hintergrund der oben angestellten Überlegungen genau umgekehrt sein müsste. Das Thema Informationssicherheit lässt sich in den Griff bekommen. Das Problem eines legitimen Transfers personenbezogener Daten in die USA ist indes ungelöst und sollte viel stärker als „Show Stopper“ für Cloud-Initiativen in Betracht gezogen werden.

Fazit

Die Studie zeigt sehr eindrücklich, wohin die Reise in Sachen Cloud und Digitalisierung geht, wer die Initiativen in den Unternehmen treibt und welche Ziele verfolgt werden. Gleichzeitig lässt sie vermuten, dass ­– bei allem guten Willen – datenschutzrechtliche Detailfragestellungen noch nicht hinreichend berücksichtigt werden. 

Sie wollen auch in die Cloud, aber sicher und legal? Das Team von scienITec berät Sie hierbei ganzheitlich. Wir sind Ihre IT-to-Business Partner.