Der Bundesdatenschutzbeauftragte beim 36. Chaos Communication Congress

Der Bundesdatenschutzbeauftragte, Ulrich Kelber, hat beim 36. Chaos Communication Congress in Leipzig für die Datensparsamkeit geworben. Insgesamt sieht Kelber „Vertrauen“ als den Rohstoff des 21. Jahrhunderts und nicht die Daten von Nutzern.

Dabei nimmt er die staatlichen Einrichtungen ins Kreuzfeuer, da oftmals aufgrund von Gesetzen und Verordnungen eine Vielzahl an Daten erhoben werden. In den wenigsten Fällen wird dann geprüft, ob diese Daten in ihrem Umfang überhaupt erforderlich sind.

Kelber kritisiert den steigenden Bedarf nach Eingriffsbefugnissen der Sicherheitsbehörden. Er befürwortet ebenso die Abschaffung einer Vorratsdatenhaltung.

Kritisch beäugt er ferner die bisherige Praxis der europäischen Aufsichtsbehörden in Irland und Luxemburg. Dort sind nach wie vor keine Entscheidungen zu einzuleitenden Verfahren gegenüber Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft getroffen. 2020 läßt hier auf weitere Klarheit hoffen.