Cookies im Spagat zwischen Marketing und Datenschutz

SpringerProfessional hat auf eine Studie verwiesen, die das MIT, die Aarhus University sowie das University College London durchgeführt haben. Es wurden Webseitenbetreiber analysiert, die eine Consent-Management-Plattform nutzen. Den Ergebnissen zufolge erfüllen gerade einmal zwölf Prozent der angebotenen Dokumente die Vorgaben der DSGVO.

Mehr als 50% der untersuchten Webseiten erschweren demnach den Besuchern die Information zu Cookies und etwaigen Widerspruchsmöglichkeiten. Ebenso gibt es nur unzureichende Hinweise zur Weitergabe von Daten an Drittanbieter.

Die Ruhr-Universität Bochum und die University of Michigan haben in deren Studie festgestellt, dass es eine Reihe von kleinen Manipulationen gibt, um den Webseitenbesucher zu beeinflussen. Ziel ist es, dass die Besucher eher geneigt sind Cookies zu akzeptieren, die stärker im Interesse von Drittanbietern stehen dürften.

Wir halten es für wichtig, dass Webseitenbesucher auf die Verwendung von Cookies und eine etwaige Weitergabe von gesammelten Daten an Drittanbieter umfassend informiert werden. Ein Opt-in mit verbesserten Hinweisen und einer Auswahlmöglichkeit wäre eine Verbesserung in die richtige Richtung.

Die Nutzer selbst sind gefordert, sich von Webseiten zu distanzieren, die offensichtlich versuchen zu manipulieren und keine Transparenz schaffen.